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Das romantische Tudorschloss vor den Toren der Stadt Leipzig

In nur 25 Autominuten befinden sich zivilisationsmüde Potentaten, der Großstadt entflohen, in Mitten einer romantischen Parklandschaft. Sie erleben zwischen Eilenburg und Wurzen eine 1080 Jahre alte Schlossanlage mit Vor- und Innenhof, Türmen, Zinnen, Brunnen und Terrassen.

Verliebte Brautpaare haben das malerisch gelegene Bauwerk längst als Hochzeitsschloss entdeckt, zumal eine aus dem Jahre 1564 original erhaltene Steinbogenbrücke direkt mit der Kirche verbunden scheint. Nicht von ungefähr wurden auf dem Schloss bereits mehrere Filme gedreht, darunter der Tatort "Der Fluch des Bernsteinzimmers" mit Peter Sodann als Kommissar Ehrlicher.

koenigheinrich.jpgDie Geschichte des Schlosses reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück, als König Heinrich I. (Bild rechts) dort 924 den als Burgwardmittelpunkt bezeugten Ort besondere Privilegien verlieh. Das Püchauer Schloss darf für sich in Anspruch nehmen, der Ort zu sein, der sich am frühesten als sächsischer Besitz nachweisen lässt. Im Jahre 1040 wurden Schloss und Park weltlicher Besitz der Bischöfe von Meißen. In den folgenden Jahrhunderten traten eine ganze Reihe bedeutender Adelsgeschlechter als Besitzer auf, zuletzt F.F. Graf von Hohenthal, der Begründer der Leipziger Ökonomischen Sozietät, der mit seinem Testament das Hohenthalsche Familienfideikommiss schuf und das Schloss um 1845 im tudor-gotischem Stil umgestaltete.

Mit etwas Glück trifft der Besucher auf die Schlossbesitzerfamilie, Heinrich von Taube, alias Lothar P. Goldhahn (dem Wiederentdecker der Leipziger Gose) oder die Schlossherrin Benita E. Goldhahn, die bisweilen ihr Refugium mittels einer inspirierenden historischen Schlossführung vorstellt, dabei sachkundig durch tausendjährige deutsche Geschichte führt und gelegentlich mit einer kleinen Lesung am lodernden Kaminfeuer im Wappen- oder Marmorsaal die Besucher berührt.

Naturfreunde schätzen die Gegebenheit, in der angrenzenden Muldenaue ausgedehnte Wanderungen und Fahrradtouren durch eine ganz eigene naturbelassene Tier- und Pflanzenwelt zu unternehmen. Für beinahe jede Feierlichkeit und jeden Geschmack stehen dem Besucher Säle, Salons und Stuben offen. Kulturelle und kulinarische Wünsche werden kreativ umgesetzt. Auf Wunsch darf der Besucher in vielfältiger Weise selbst Hand anlegen und dabei seinen Geldbeutel schonen.

Großer Beliebtheit erfreuen sich alljährlich im Dezember stattfindende Weihnachtsspektakel, die von Unternehmen gern als Jahresabschlussfeier gebucht werden.

Aus: Magazin Zeitpunkt Sonderheft Nummer 9/2003


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